Am Sonntag waren wir beim Triathlon Ingolstadt, um dort unseren Pro Dominik Sowieja bei seinem ersten Mitteldistanz Triathlon nach seinem schweren Unfall im Oktober zu supporten. Dominik musste seine Wettkämpfe, die eigentlich für das Jahresende in den USA geplant haben, absagen, nachdem er von einem Pick-up-Truck überfahren wurde und sich dabei zwei Wirbel gebrochen hatte.

Erste Mitteldistanz nach Verletzungspause

Nachdem er aber in den vergangen Monaten das Trainingsvolumen immer weiter erhöhen konnte, startete er nun am Sonntag in Ingolstadt erstmalig wieder auf der Mitteldistanz, bei der auch gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft über die Triathlon Mitteldistanz ausgetragen wurde.

Bei besten Wetterbedingungen ging es dann am Sonntag morgen pünktlich um 8 Uhr los. Wir konnten Dominik vor dem Rennen noch kurz treffen und ihm viel Erfolg wünschen. Da die Wassertemperaturen recht hoch waren, war Neoprenverbot für die Pros, also startete Dominik im Speedsuit. Nach dem Schwimmen erreichte er als 6. die Wechselzone. Zum ersten Platz hatte er da einen Rückstand von fast fünf Minuten.

86 Kilometer Radfahren

Dominik Sowieja Radfahren Triathlon Ingolstadt

Fotocredit: Ingo Kutsche

Jetzt ging es also auf die Radstrecke. Bereits nach vier Kilometern passierte ihm allerdings in einer Kurve ein Missgeschick, als er zu früh wieder anfing zu pedalieren und mit den Pedalen aufsetzte. Einen Sturz konnte Dominik zwar vermeiden, allerdings schob sich durch die Wucht des Rückschlags die Sattelstütze ein ganzes Stück nach unten, so dass die Sitzposition ab diesem Zeitpunkt alles andere als optimal war. Das merkte er auch in den Beinen und im unteren Rücken. Trotz der Beeinträchtigung zog Dominik das Rennen durch und kam als 4. zum zweiten Wechsel.

 

Aufholjagd beim Laufen

Dominik Sowieja Laufen Triathlon Ingolstadt

Fotocredit: Ingo Kutsche

Jetzt ging es also in seine Paradedisziplin, das Laufen. Für uns war es unglaublich zu sehen, wie sich Dominik hier immer weiter nach vorne kämpfte. Wie uns Domi hinterher berichtete, kann er sich nicht erinnern, schon mal solche muskulären Schmerzen beim Laufen gehabt zu haben. Aber all das haben wir ihm nicht angesehen. Er lief Runde für Runde immer weiter an den inzwischen auf Platz 3 zurückgefallenen Lukasz Wojt heran und wir feuerten ihn an was das Zeug hielt und gaben ihm immer wieder die Rückstände durch.

Ca. 500 Meter vor dem Ziel war der Rückstand noch 26 Sekunden, da war klar, es würde nicht mehr reichen auf den 3. Platz. Trotzdem überquerte Dominik die Ziellinie nur 13 Sekunden hinter dem Drittplatzierten. Die Strecke hatte nicht die komplette Halbmarathon Distanz, was natürlich in diesem Fall schade war, da wir uns sicher sind, dass nur noch wenige Hundertmeter gefehlt hätten, um die Bronzemedaille zu erreichen.

WM Qualifikation im Visier

Trotzdem freuen wir uns unheimlich, dass Dominik gerade Mal acht Monate, nachdem er zwei Wirbel gebrochen hatte, wieder solch eine Leistung abrufen konnte. Es war die ganze Zeit toll zu sehen, wie er sich Stück für Stück wieder nach vorne gekämpft hat nach diesem Rückschlag und dabei immer positiv geblieben ist. Wir freuen uns jetzt natürlich auf die nächsten Wettkämpfe, bei denen wir ihn begleiten dürfen. Am 1. Juli wird Dominik in Frankreich erstmals als Profi bei einem XTERRA Wettbewerb starten. Im September und Oktober stehen dann die Ironman 70.3 Wettbewerbe in Nizza und Portugal auf dem Terminplan. Dort will sich Dominik für die 70.3 Weltmeisterschaft 2019 in Nizza qualifizieren.