Am letzten Samstag stand der Xterra Belgien auf dem Programm, der Dank seiner guten Stimmung und der abwechslungsreichen Strecke zu einem der besten Xterra Events zählt. Schon allein an den Teilnehmerzahlen von 3.000 Athleten ist zu sehen wie beliebt das Rennen ist. Zuvor haderte ich erst an diesem tollen Event teilzunehmen, da ich knapp 2 Wochen aufgrund einer Nasennebenhöhlenentzündung nicht leistungsfähig war. Doch kurz vor dem Rennen hat mit der Arzt Tom Weiß doch das OK gegeben zu starten. An dieser Stelle vielen Dank Tom an deine gute Betreuung! So kamen Veit, Marco und ich am Donnerstag Abend in Namur an. Dort schlenderten wir erst mal durch die Stadt und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen. Am Freitag war der Streckencheck angesagt. Ein Tag vor dem Rennen ist das nicht ganz optimal, da eine Xterra Strecke auch beim lockeren abfahren anstrengend sein kann. Aber da die Bikestrecke komplett geändert wurde, blieb uns nichts anderes übrig. Dafür kochten wir danach ausreichend (Reis, Nudeln und Gemüse), um die Speicher für den Renntag aufzufüllen.

Guter Start beim Schwimmen

Am Samstag um 14.30 Uhr war es dann auch so weit und der Startschuss für die 3. Auflage des Xterra Belgien ertönte. Hierbei startete das Profifeld etwas im voraus zu den Altersklassenathleten. Veit und ich platzierten uns beim Start ganz links, was nicht die direkte Linie bedeutete, aber wir konnten uns so aus dem Getümmel raus halten. Die ersten paar Meter fühlten sich richtig gut und ich konnte in der Spitzengruppe mit schwimmen. Doch kurz vor der ersten Boje wurden die Arme schwerer und ich konnte das Tempo nicht mehr ganz mitgehen, was wahrscheinlich der zweiwöchigen Schwimmpause geschuldet war. So entschloss ich mich etwas raus zu nehmen und in der zweiten Gruppe mit zu schwimmen. Mit ca. 1 Minute Rückstand auf die Führenden verließen wir dann in einer fünfköpfigen Gruppe das Wasser, in der sich auch Veit befand. So ging es dann in hohem Tempo den ersten Anstieg zur Zitadelle von Namur hinauf. Kurz vor Ende des Anstiegs machten der spätere Sieger Carloni und Co. so Druck das Veit und ich die Gruppe nicht mehr halten konnten, da wir sonst womöglich den roten Bereich gegangen wären und das wollten wir zu dem frühen Zeitpunkt des Rennens nicht.

Sturz in matschiger Passage

Vollgas zu zweit hieß dann unsere Devise! Wir versuchten ein gleichmäßig hohes Tempo zu zweit zu fahren und uns dabei aber nicht abzuschießen. Das gelang uns wirklich super. Als wir in die zweite Runde fuhren lagen wir beide in den Top 10 und ein paar Kilometer später sammelten wir nochmal weitere 2 Athleten ein. Doch leider stürzte Veit in einer sehr matschigen Passage in der vorletzten Abfahrt. Darauf hin drehte ich mich zu ihm um und fragte ob alles OK ist. Dabei zog es mir selbst das Vorderrad weg und ich kam zu Fall. Leider so unglücklich das es mir den Fuß verdrehte. Schnell merkte ich das ich mich verletzt hatte. Trotzdem wollte ich das Rennen beenden. Veit konnte seine Platzierung halten und wechselte in den Top 10 zum Laufen. Ich kam als 15 in die Wechselzone. Doch schon auf den ersten Metern schmerzte der Fuß stark. Veit zeigte einen soliden Lauf und wurde Gesamt 12. Ich hatte vor allem beim bergab laufen Probleme und musste die meisten Trails gehen/humpeln. Als ich als Gesamt 35. die Ziellinie überquerte war ich einfach nur froh angekommen zu sein. Natürlich war ich am Anfang erst mal gefrustet vor allem ärgerte ich mich über mich selbst, das ich im Trail nach hinten schaute. Doch nach ein paar Bier auf der Afterrace Party sah die Welt schon wieder anders aus 🙂

Dank des Rehazentrum Offenburg bekam ich schon 2 Tage später einen MRT-Termin. Hierbei möchte ich mich bei Herr Dr. Jenet für die schnelle Untersuchung bedanken. Ich war erleichtert als er sagte, dass die Bänder nichts abbekommen haben, aber die Kapsel angerissen sei. Natürlich ist das auch nicht toll, aber es hätte schlimmer kommen können und ich hoffe das ich spätestens Ende Juli bei der DM in Schalkenmehren wieder am Start stehen kann.