Was macht er, wenn sie, die herzallerliebste Gattin, samstags die Eurocheval in Offenburg besucht? Genau, man steigt spontan mit ins Auto und hat einen Rucksack mit Radklamotten dabei. Lediglich den rechtzeitigen Absprung darf er nicht verpassen und den PKW vor dem Messegelände verlassen.
Kurzfristig hatte ich vergangenen Samstag die Idee in die Ortenau mitzufahren, um im Headquarter von racextract aufzuschlagen. Bis Offenburg saß ich bei den pferdebegeisterten Damen im Auto, von der Fußgängerzone bis nach Rammersweier wurde ich von Alexandra chauffiert, die ich bei ihren Einkäufen auf dem Markt traf.

Probefahrt mit dem racextract Sparrowhawk

Nachdem meine große racextract-Papiertüte randvoll mit neuen Radutensilien war, ging es am Nachmittag mit Jörg und Alexandra auf eine Tour. Zu meiner Überraschung durfte ich Jörgs ureigenstes Racefully „Sparrowhawk“ fahren und ausprobieren. Auf der dreißig Kilometer langen Runde war für den schicken Untersatz alles geboten. Forstwege bergan und hinunter, schmale Trails und auch eine Asphaltabfahrt.

Steif, wendig, schnell und komfortabel

Obwohl mir der schwarz-matte Rahmen eine Nummer zu klein war, fühlte ich mich vom ersten Moment an sehr gut auf dem stimmigen Bike und es überzeugte mich auf jedem Meter. Steif, wendig, schnell und dabei sehr komfortabel! Das Fahrwerk saugte die Unebenheiten butterweich weg und arbeitet entweder offen, in der Plattform oder blockiert. Die XTR-Bremsanlage verzögert gewohnt zuverlässig und auch die Einfachkurbel bot genug Bandbreite für die Topographie der Offenburger Hausberge. Eine kleine Einschränkung muss ich dennoch anführen, denn das größte Ritzel sollte mindestens 42 Zähne haben. Montiert war eine 40er-Kassette, die eher für Rennfahrer gemacht ist.

Einkehr im Martinsteinhiesle

Zum hochwertigen Fahrrad passte auch die schöne Einkehr im idyllischen „Martinsteinhiesle“, wo wir uns leckeres Märzen und Rumpsteak schmecken ließen. Übers Kinzigtal fuhren wir nach Rammersweier zurück, wo ich Jörgs „Heilig’s Carbonle“ wieder an seinen Platz stellte. Ein gelungener Samstag ging zu Ende und die Rückfahrgelegenheit war auch schon parat. Alles ging an diesem Tag wunderbar ineinander über, ein tolles zufälliges Zusammenspiel mit verschiedensten Leuten. Vielen Dank allen Beteiligten!
So fuhren er und sie am Abend glücklich und zufrieden gemeinsam gen Heimat, während der dachte:“ Zum Glück habe ich schon ein „sparrow-Hardtail“, denn sonst stünde ich bei einem Neuerwerb vor einer schweren Wahl zwischen den beiden Modellen stehen!“