Schon bei der Saisonplanung mit Hannes Wolpert war klar: Der Xterra auf Malta sollte der Start ins Triathlonjahr 2018 bedeuten. Meine Rückkehr aus den USA war geglückt und unsere Form stimmte uns sehr zuversichtlich, dass der Einstieg rund laufen wird. Dann 2 Wochen vor dem Wettkampf das Worst-Case Szenario. Ein Margen-Darm-Infekt und die Leistungsfähigkeit gefühlt im Keller. Doch Ruhe bewahren, dachte ich mir, wollte einfach das Beste daraus machen und ohne große Erwartungen antreten.

Anspruchsvolle Lauf- und Radstrecke

Nach der ersten Nacht auf Malta, inklusive vieler Schnakenstiche und frühmorgentlicher Verursacherjagd um 5, die uns den nächsten Morgen anfühlen ließ als hätten wir die Nacht nicht im Bett, sondern auf der Piste verbracht, ging es ans Strecke besichtigen. Die Rad- und Laufstrecke waren anspruchsvoll und machten viel Spaß. Das glasklare, hellblaue Meer war perfekt für die erste Disziplin, das Schwimmen. Langsam beschlich mich das Gefühl, dass ich mich so schlecht gar nicht fühle und die Vorfreude auf das Rennen wuchs.

Der Wettkampf

Dann der Wettkampftag, der Sturm des vorherigen Tages war verflogen und die Bedingungen schienen perfekt. Beim Aufwärmen merkte ich, dass ich nun doch nervöser war als ich eigentlich sein wollte, hatte ich den letzten Triathlon ja über ein halbes Jahr zuvor in Beaver Creek, Colorado, bestritten.
Dann der Start und direkt hinein ins Getümmel. Die erste der beiden Schwimmrunden wollte ich erstmal in mich hinein fühlen wie sich der Körper erholt hatte. Und ich bekam die Rückmeldung: „Gib Gas, ich bin bereit“. Also hinein in die 2. Runde und ich konnte den Anschluss zur Spitze wiederherstellen, sodass ich als 4. aus dem Wasser kam. Um ehrlich zu sein war ich ein wenig überrascht, dass das Schwimmen so gut lief, hatte ich diese Disziplin in den USA ja etwas vernachlässigt.

An 4. Stelle auf die Radstrecke

Hilft ja alles nix, ab aufs Rad. Schon bevor ich rauf sprang verlor ich die Radbrille. Brauche ich eh nicht, dachte ich und zog meine Handschuhe an, schaltete das Garmin an, drehte die Schuhe zu und legte mich in der ersten Kurve erstmal schön ab. Sturz, Lenker krumm, Bremshebel auf halb 9 und zurück in den Sattel. Ganz neue Erfahrung dachte ich mir und entschied mich den Lenker bei der nächsten günstigen Gelegenheit gerade zu drehen. In der ersten Abfahrt bemerkte ich dann ein untypisches Kettengeräusch und das diese außerhalb der Rädchen des Schaltwerks lief. Nachdem dies gerichtet war also Konzentration auf mich und die anderen ihr Rennen fahren lassen. Die drei Konkurrenten, die an mir vorbei fuhren beeindruckten mich wenig und ich wechselte auf Platz 8 liegend zum Laufen. Dort fragte ich meinen Vater, der am Streckenrand stand nach Hannes, der mich überraschender Weise beim Radeln nicht eingeholt hatte – keine Auskunft. Ich wusste da stimmt etwas nicht, zog aber meinen Lauf weiter durch. Bergauf bergab, tatsächlich über Stock und Stein im Ziel angelangt erfuhr ich ein Mitstreiter vor mir hatte aufgegeben sodass ich auf Platz 7 landete, was meine Erwartungen voll erfüllte. Hannes erwischte leider keinen guten Tag, fühlte sich im Rennen schlecht und beendete das Rennen trotzdem auf Platz 14. Ein Infekt hatte ihn wohl geschwächt.
Nun geht der Blick zu einigen Strassentriathlons, bevor es Ende Mai zum Gardasee geht für den nächsten Xterra.
Bis dahin,
Euer Veit